9. Dezember 2017 – 10:15 Uhr

Ich habe mal wieder ein wenig Zeit (und auch Lust) mich um mein Tagebuch zu kümmern.

In der letzten Zeit sind ja doch so einige Dinge passiert, die ich hier aufnehmen will.

Auf der einen Seite wurde ja im Laufe der Woche das Interview bei der Huffington Post veröffentlicht und die Besuchszahlen gingen damit in die Höhe.
Neben der Tatsache, das wir, und ein großer Teil unseres Sexlebens nun noch öffentlicher sind wie vorher und wir dadurch neuer Leser für den Blog gewinnen konnten, gibt es doch etwas das mich wahnsinnig ärgert.
Eine Freundin meiner Mistress, die selber ein “Stino” ist, wurde von einer anderen Bekannten angesprochen ob Lady Mone  die gemeinsame Bekannte der beiden Damen ist.
Nachdem die Freundin das bejahte war die nächste Frage ob die Freundin dabei auch mitmachen würde.

????? Denken eigentlich alle ach so normalen Mitbürger das jeder, der etwas außergewöhnlichen Sex hat, damit unbedingt alle anderen in seinem Umkreis mit rein zieht und die zum Mitmachen auffordert. Glauben alle Menschen, das ich als Sklave, am besten im Latexoutfit und mit Hundeleine, durch die Strassen renne und allen Damen sage das sie mich schlagen sollen? Oder das meine Göttin immer nur im engen Lederoutfit und Peitschenschwingend aus dem Haus geht.
Ja, ich glaube mittlerweile das sich das wirklich viele so vorstellen, aber das wir ein wirklich normales Leben führen, scheinen die meisten Menschen nicht begreifen zu können.
Wobei unterscheidet sich denn unsere Beziehung von einer “normalen” Ehe?
Eigentlich gar nicht so viel, denke ich mal. Ich liebe meine Frau und meine Frau liebt mich. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und schlafen im Ehebett. Den Einkauf und die Hausarbeit erledigen wir gemeinsam und auch sonst sind wir sehr “normal”.
Aber nun kommt der große Unterschied zu einem Großteil der anderen Beziehungen: Wir reden miteinander über unsere Wünsche und Vorstellungen. Wir gehen auf den anderen ein und respektieren diesen als eigenständiges Individuum.
Meine Mistress weiß, das ich gerne diene. Warum sollte sie das nicht soweit ausnutzen wie es uns beiden gefällt. Und ich weiß, das sie gerne mal einen nackten Mann sieht, der mit gefesselten Beinen durch die Küche eilt um das Frühstück zu machen. Also warum sollte ich ihr dann nicht den Gefallen tun, wenn es mir doch selber auch Spaß und Freude macht?
Aber die “Normalen” schieben BDSM direkt in die Ecke der Perversen, die ohne Rücksicht auf andere Menschen nur ihren eigenen Sexualtrieb ausleben wollen.

Da fällt mir der Bekannte ein, der damit prallt, an jedem Wochenende 2 Frauen flach zu legen, aber dessen Frau nicht alleine vor die Tür darf, weil sie ja einen attraktiven Mann sehen könnte.
Ich persönlich finde dieses Verlogenheit und diese unterschiedlichen Moralvorstellungen schlimmer wie ein Paar, das offen sagt “Ich schlage meinen Mann, weil ich ihm damit etwas gutes tue und er das doch möchte.”

Wer ist nun schlimmer? Ein moralisch verlogener Normaler oder ein ehrlicher BDSM´er?

“Moralische Entrüstung besteht in den meisten Fällen zu 2% aus Moral, 48% aus Hemmung und 50% Neid.” (George Bernhard Shaw)

Und anstatt mit anderen über uns zu reden ist es viel einfacher, und auch ehrlicher, mal mit uns zu reden.
Wir stehen gerne Rede und Antwort, wenn uns jemand mit Fragen löchert.
Hier auf dieser Seite findet Ihr eine Kontaktformular, mit dem ihr einfach und diskret mit uns in einen Austausch eintreten könnt.


Eine andere Seite des Interviews ist aber auch, das ich nun einige Abonnenten für meinen Newsletter dazu gewonnen habe, die entweder wöchentlich oder direkt nach der jeweiligen Veröffentlichung über neue Beiträge informiert werden.
Diese neuen Leserinnen und Leser heiße ich hier ganz herzlich willkommen und hoffe, das sie bei Fragen oder Anmerkungen einfach die Kommentar- oder Kontaktfunktion nutzen.

Ich selber freue mich über einen regen Austausch mit meinen Lesern, obwohl der leider viel zu selten zustande kommt.


Und nun will ich mal die Frage beantworten wie es uns im Moment mit unserem gemeinsamen Mistress/Sklave leben geht.

Es läuft im Augenblick sehr gut, wie ich finde.
Da ich in den letzten 3 Wochen zu hause war und damit die Zeit hatte mich um meine Mistress zu kümmern haben wir im Moment immer das geliebte Machtgefälle, bei dem ich meine Regeln einhalte und wo mir meine Eheherrin immer mal wieder nette Aufgaben stellt die ich zu erfüllen habe.
Auf der anderen Seite haben wir aber doch recht viel um die Ohren da ein Termin den nächsten jagt. Zum Beispiel war vor ein paar Tagen der Sohn meiner Göttin wieder für eine Nacht hier, da er einen Termin in Frankfurt hatte. Und zu diesem Termin haben wir ihn dann auch noch begleitet.
So kommt es leider, das einige Dinge aus dem Adventkalender ausfallen oder verschoben werden müssen. Es macht ja keinen Sinn, wenn ich den ganzen Tag gefesselt sein soll und wir dann schon früh aus dem Haus sind um erst wieder zu kommen wenn es schon lange Dunkel ist.

Nachdem wir letztes Jahr schon das gleiche Problem hatten führe ich nun einen gesonderten Kalender, um meine Mistress immer am passenden Tag sagen kann, das z.B. am 5. noch ein Adventkalender offen ist und ich den abdienen muss. Auf diese Art werden wohl alle Zettel aus dem Kalender im Laufe der Zeit erledigt werden und bei besonders unangenehmen Dingen, die vielleicht noch kommen ist es dann trotzdem meine Pflicht um die Erledigung zu bitten.

Irgendwie ist das schon etwas seltsam, wenn ich meine Mistress einmal im Monat darum bitten muss, das ich mich z.B  den ganzen Tag nur auf allen Vieren bewegen darf oder das Sie mir mit einer Gerte 10mal auf die Eier schlägt.

Zum Glück haben wir ja schon einige Dinge erledigen können und ich bin mal gespannt wie das nun weitergeht. Auf jeden Fall haben wir beide da viel Spaß dran, auch wenn meine Freude ab und zu in einer gewissen Qual untergeht.

3 Gedanken zu „9. Dezember 2017 – 10:15 Uhr

  1. Hallo Holger, sehr schoen geschrieben dein Komentar ueber die Normalen. Ich lebe mit meiner Frau in Malaysia, Sie ist von Indonesien und wir leben auch unser Eheverhaeltniss im 24? 7 BDSM stil. Sie ist meine Mistress und ich bin der Sklave. Und ich geniesse es jeden Tag meiner Mistress zu dienen duerfen , den Orgasmus verweigert zu bekommen, ( ich trage mein KG 24/7) ausser meine Herrin wuenscht eine Befriedigung. Manchmal gehen wir auch als solches Paar eben als Domina und Sklave in unseren Pub um die Ecke. Am anfang war ein reisen geschrei wenn meine Freunde uns sahen, sie im netten aber strengen Outfit und ich mit Halsband, und das in in einem Muslimischen Land wo der Mann offiziel die Hosen anhat und das sagen hat. Aber wir kaempfen weiter und mittlerweile ist die Akzeptanz sehr hoch, ebenso wenn wir Besuch bekommen und ich im Kaefig sitzen muss, einer steht im studio und der ander steht im Wohnzimmer fuer jeden sichtbar.
    Vielleicht werden wir uns noch etwas naeher unterhalten in Zukunft, waehre schoen von Dir und Deiner Mistress zu hoeren. Meine Mistress ist da sehr offen und neugierig wie es mit BDSM in anderen Beziehungen laeuft, da sie selber erst vor einem Jahr durch mich da rein gekommen ist aber reges Interesse an der Machtverteilung hat und wie von Dir bereits erwahnt, sie macht es aus Liebe zu mir, ihrem Sklaven Marc

    Thanks and regards Marc

    1. Hallo Marc,

      Danke für die netten Worte und den Kommentar.
      Es freut mich immer, wenn ich auch von anderen höre, das sie in einer glücklichen BDSM-Beziehung leben und das sie die Verwunderung und das Unverständnis ihrer Umgebung locker aufnehmen und dabei ihren Weg machen.
      Ich würde mich auch freuen mit euch weiter in Kontakt zu bleiben.
      Deine Mistress kann meine Göttin gerne anschreiben, wobei ich euch auch die E-Mail Adresse meiner Mistress herausgebe, wenn deine Mistress die haben möchte.
      Ansonsten wendet euch einfach über das Kontaktformular an mich, damit ich mit euch per Mail in Kontakt treten kann.

      Liebe Grüße
      Sklave Holger

      1. Hallo Holger, besten Dank.
        Kontakt formular ist gesendet.
        ( I just translate the Mail from you above to my Mistress Emma)

        Kind Regards,
        Mistress Emma and slave Marc

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