Mein Weg zum (Ehe)Sklaven

Gestern Abend hatte ich die erste Nachricht über mein Kontaktformular und war einigermaßen begeistert. Es gibt also tatsächlich Leute die hier öfters vorbei schauen.

Hallo Holger, ich folge seit einiger Zeit deinem Blog und muss sagen ich bin immer wieder drauf gespannt wenn neue Beiträge kommen. Mir selber tut sich immer wieder die Frage auf: Bin ich eher Dom oder Sub. Mich würde interessieren, wie du deine persönliche Richtung gefunden hast.

Nachdem ich das gelesen hatte fiel mir auf, das ich zwar viel, sehr viel, aus meinem aktuellen Leben schreibe, aber meine Vergangenheit, und damit mein Weg zum Sklaven, bisher in der Dunkelheit verschwunden ist.
Ich versuche also einfach mal das in kurzen Worten zu erklären, auch wenn es eine für mich sehr lange Geschichte ist, die sich bereits über mehr als 30 Jahre hinzieht.

Angefangen hat alles so etwa im Jahr 1983, im zarten Alter von 18 Jahren.
Ich war sexuell noch völlig unerfahren und habe mich mal in einen Sexshop getraut. Nachdem ich mich umgeschaut habe nahm ich mir ein Kontaktmagazin mit, „Domina“ oder so ähnlich hieß das zu der Zeit und ich war fasziniert, welche Spielarten es so alles gab. Zu der Zeit , kurz nach der Pupertät und nur mit handgemachtem Sex hatte ich da die wildesten Phantasien.
Meine erste Freundin hat mich dann „eingeritten“ und ich durfte bei der jungen Dame  meine ersten Gehversuche mit dem anderen Geschlecht machen, wobei das alles immer nur im normalen Bereich abgelaufen ist. Endlich hatte ich Sex, und meine Phantasien traten in den Hintergrund, blieben aber immer ein Teil von mir.
Auch bei meiner ersten Frau, mit der ich 13 Jahre verheiratet war, war der BDSM Bereich immer eine Phantasie. Und auch wenn ich mir immer mal wieder ein Magazin geholt habe, oder ein wenig Spielzeug um mich selber zu stimulieren,  war das für meine Exfrau einfach nur pervers. Meine Neigung war dann also im Hintergrund und ich traute mich nie damit an die „Öffentlichkeit“ zu gehen.

Auch zu der Zeit war mir schon klar, das ich mich gerne ausliefern würde.
Eine meiner Haupteigenschaften ist nämlich, das ich Frau verwöhnen möchte und ich alles tue um meine Partnerin, nicht nur im sexuellen Bereich, zu befriedigen.

Nun trennte sich meine Exfrau irgendwann von mir und ich habe die Chance ergriffen mir meiner Neigung offener Umzugehen.
So lernte ich dann durch Zufall meine erste Herrin kennen, die mich auf dem Weg sehr stark geprägt hat. Allerdings anders wie man nun erwarten wird.

Sie war die Ex-Frau eines Mitbewohners, da ich zu der Zeit in einer WG wohnte und wollte eigentlich mit ihrem Ex-Mann noch einmal ins Bett und Sex haben. (Sex mit dem EX soll der beste sein sagt man doch so). Zu meinem Glück hat dieser Mitbewohner ein kleines Problem mit seiner Standfestigkeit gehabt und ich habe mich danach der Dame angenommen.  Man(n) ist in einer solchen Situation ja gerne hilfsbereit. Zuerst unterhielten wir uns ein wenig und ich beichtete Ihr, das ich gerne Sklave sein würde. Und Sie? Würde gerne die Hosen anhaben.
Somit hat bereits das erste sexuelle Zusammentreffen auf der Ebene DOM/sub stattgefunden und uns beiden gefallen. Soweit, das ich danach keinen Mitbewohner mehr hatte, und ich mit meiner ersten Herrin zusammen gezogen bin.
In dieser Zeit habe ich sehr viel über mich lernen können. Über Schmerzen, Fesseln, Demütigungen, Vorführungen und und und.
Ich lernte mich und meine Bedürfnisse bzw. auch meine Grenzen kennen.
Allerdings hatte die ganze Beziehung einen sehr großen Fehler.
Es war ein permanentes Machtgefälle da, und wir lebten in einer Beziehung in der ich nichts zu sagen hatte. Manche Leute nennen das TPE oder Total Power Exchange. Ich gab mein ganze Leben in ihre Hand.
Was für viele Leute ein Traum ist geht aber sehr schnell in die Brüche wenn der dominante Part den Respekt für dem Sklaven verliert und ihn dann nur noch als Eigentum, Wohnungseinrichtung oder Spielzeug sieht.
Und genau das passierte uns. Es gab keinen Respekt mehr von meiner Herrin und nach einiger Zeit, so etwa 2 Jahren, trennten sich dann unsere Wege.

Kurz darauf stand ich in einem Swingerclub als Haussklave hinter der Theke, und lernte einige Leute aus der Szene kennen. Und auch eine neue Lebenspartnerin. Auch leicht BDSM lastig, aber auf der masochistischen Seite. Wir lebten zusammen und versuchten und gegenseitig das zu geben, was wir brauchten. Klappte aber nicht. Ich devot, und sie masochistisch. Irgendwie klappte das nicht obwohl ich auch gerne mal einer Dame den Hintern verhaue.  Also habe wir uns nach einigen Jahren, in denen wir zuletzt wie eine WG gelebt haben, getrennt.

In der Zeit vor der Trennung hatte ich aber schon ein Verhältnis mit meiner jetzigen Mistress und Eheherrin.
Und dabei hatte ich wahnsinniges Glück. Meine Mistress war BDSM unerfahren und lernte durch mich eine völlig neue Art der Sexualität kennen. Man kann also fast sagen das ich sie ausgebildet habe.
Sie lernte es ihre Hemmungen abzubauen, nähe zu geben und sich einfach das zu nehmen was Sie in genau diesem Augenblick wünscht. Ohne irgendjemanden Rechenschaft abzulegen oder ein schlechtes Gewissen zu haben.
Am Anfang war sie eine richtige „Schmusedomse“, die meine Nähe teilweise aufgesaugt hat wie ein Schwamm. Mit der Zeit, und vielen Gesprächen, wurde sie immer mutiger und ist bereits seit einiger Zeit an einer Stelle, an der ich sie nicht mehr einschätzen kann.
Zu Beginn wollte ich gefesselt werden, und daher fesselte sie mich, ich wollte gequält werden und darum quälte sie mich. Alles weil ich es mir wünschte. Heute weiß Sie, was ich mir wünsche und macht mich dann einfach mal irgendwo fest, weil sie das in dem Moment möchte. Heutzutage kennt sie meine Grenzen und macht mit mir das was Sie in dem Moment möchte. (Beim letzten Stammtisch stand ich z.B. dann plötzlich als gefesselter Aschenbecherhalter mitten im Restaurant.)

Da es mein Grundbedürfnis ist eine Dame zu verwöhnen bin ich auch immer aktiv und kann im Bett meine Hände nicht still halten. und erst in dem Moment wo ich das nicht mehr kann, wenn ich gefesselt bin, kann ich alles um mich herum vergessen und beginne zu fliegen.

Im Alltag, im normalen Leben, bin ich recht dominat und selbstsicher,  aber das Spiel und die Beziehung die ich im Augenblick mit meiner Göttin führe, ist genau das was als Gegenpol dazu passt. Ich kann alles abgeben wenn ich bei ihr bin und einfach nur fühlen.

Und vor allem bin ich dankbar und Glücklich, das wir beide zusammen den Weg beschreiten und uns gegenseitig das geben können was der Partner, die Mistress und der Sklave, braucht.

Das ist also mein BDSM Leben in kurzen Worten, aber jeder wird wohl verstehen, das ich die vielen Jahre mit den vielen verschiedenen Erfahrungen wirklich nur kurz zusammengefasst habe. Es ist ja schließlich eine Zeitraum von 34 Jahren und ich habe dabei viel Höhen und Tiefen in meiner Laufbahn als BDSMer hinter mir.

Aber nun bin ich Glücklich und an meinem Platz angekommen, den ich mir immer ersehnt habe.

Ich liebe meine Mistress und Göttin, meine Eheherrin und meinen kostbarsten Schatz.

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